Über Berlin Documents
Was ist Berlin Documents?
Berlin Documents ist eine Forschungs- und Genealogieoberfläche für die NSDAP-Reichszentralkartei — die alphabetische Personenkartei der Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Die Kartei wurde nach 1945 vom Berlin Document Center (BDC) verwaltet und 1994 an das deutsche Bundesarchiv übergeben. Die hier zugängliche Mikroverfilmung liegt unter dem Titel NARA Microfilm Publication A·3340 — Records Relating to Membership in the NSDAP beim US-amerikanischen National Archives and Records Administration (RG 242).
Berlin Documents ergänzt diese Quelle um eine eigenständige Indexierungs- und Recherche-Schicht: einen Strukturparser für die OCR-Texte, eine deutschsprachige Volltext-Suche, einen server-seitigen Cutoff-Filter zum Schutz noch lebender oder kürzlich verstorbener Personen sowie einen Disclaimer-Layer vor der Anmeldung. Diese Anwendung ist eine zusätzliche Indexierungsschicht über die öffentlich zugänglichen Daten der NARA — kein Ersatz für die Originalquelle.
Wozu dient die Suche?
Die Karteikarten sind grundsätzlich öffentlich, aber bisher nur rollenweise und blattweise erschlossen. Eine durchsuchbare, strukturierte Oberfläche existierte bisher nur kommerziell und hinter Bezahlschranken. Berlin Documents macht die OCR-Daten kostenfrei recherchierbar — gedacht für historische Forschung, Familiengeschichte und juristisch relevante Personenrecherche.
Quellen
- NARA Catalog — Series NAID 12044361 (Records Relating to Membership in the NSDAP) — die Series-Ebene über alle Mikrofilm-Rollen hinweg
- NARA Catalog — Beispiel-Rolle NAID 589636503 — eine einzelne Rolle der Series, jede mit eigenen digitalisierten Karten und IIIF-Bildern
- NARA Catalog API — github.com/usnationalarchives/Catalog-API
- Bundesarchiv-Übergabe (1994) — Berliner Mikrofilm-Center MIK, Wolf-Dietrich Klein, im Auftrag des U.S. Department of State
Verlässlichkeit der Daten
Die OCR-Texte stammen aus der NARA-Pipeline und sind nicht fehlerfrei — handschriftliche Eintragungen und Frakturschrift werden teilweise falsch erkannt. Treffer sind als Hinweise zu verstehen, nicht als beglaubigte Dokumente. Vor jeder weiteren Verwendung ist ein Abgleich mit dem Original-Mikrofilm im NARA-Katalog (Verlinkung im jeweiligen Treffer) erforderlich.